Forschungsinteressen

Ein Forschungsschwerpunkt der Abteilung für Experimentelle Psychologie ist die experimentelle Bewusstseinsforschung. Ein möglicher Zugang zielt auf die Erforschung der Verarbeitung nicht bewusst wahrnehmbarer visueller Stimuli. Die bewusste Wahrnehmung visueller Stimuli lässt sich durch Maskierungstechniken unterdrücken. Obwohl maskierte Stimuli (sog. Primes) unter bestimmten Bedingungen nicht bewusst wahrnehmbar sind, können sie das Verhalten beeinflussen. Dieser Einfluss manifestiert sich bei der Kategorisierung eines nachfolgenden Zielreizes. Typischerweise erleichtern Prime-Stimuli nämlich dessen Zuordnung wenn sie derselben Kategorie angehören (kongruente Bedingung) im Vergleich zu solchen Primes die einer alternativen Kategorie angehören (inkongruente Bedingung). Erstaunlicherweise kehrt sich dieser Einfluss des Primes auf die Kategorisierungsleistung um wenn man kurz nach dem Prime, aber noch vor dem Zielreiz einen zusätzlichen, nicht-aufgabenrelevanten Stimulus darbietet, so dass die Leistung dann in der inkongruenten Bedingung besser ist. Dieses Phänomen wird als inverses Priming bezeichnet. Als Erklärung wird in der Literatur häufig ein durch das Erscheinen des zusätzlichen zweiten Stimulus ausgelöste Inhibition der prime-induzierten motorischen Aktivität angeführt. Denkbar wären aber auch Erklärungen, die von einem Ursprung in der perzeptuellen Verarbeitung der Stimuli ausgehen. Den Ursprung inverser Priming-Effekte untersuchen wir durch Verhaltensexperimente und mittels funktioneller Magnetresonanz-Tomographie (MRT).

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Dipl.-Psych. Daniel Krüger
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