York Hagmayer and Michael R Waldmann (2006)

Kausales Denken

In: Denken und Problemlösen, ed. by Hogrefe. Hogrefe, Göttingen, chap. Kausales Denken, pp. 87-166. Enzyklopädie der Psychologie, Themenbereich C, Theorie und Forschung, Serie II, Kognition, Band 8. (ISBN: 3-8017-0527-7).

Ausgehend von den philosophischen Ansätzen von Heraklit, Demokrit, Aristoteles, David Hume, Immanuel Kant und neueren bedingungsanalytischen (J. L. Mackie), kontrafaktischen (D. Lewis), handlungstheoretischen (G. von Wright) und probabilistischen Modellen zur Kausalität werden folgende psychologischen Theorien kausalen Denkens und Lernens sowie Befunde zu ihrer empirischen Evidenz skizziert: (1) Assoziationstheorien (etwa Lernregel der Rescorla-Wagner-Theorie und ihre Weiterentwicklungen), (2) regelbasierte Ansätze (varianzanalytischer und kontingenztheoretischer Absatz, probabilistisches Kontrast-Modell, Theorie der Kausalen Power, Theorie der Evidenzevaluation), (3) deduktiver Ansatz, (4) mechanistischer Ansatz, (5) urteilstheoretischer Ansatz, (6) Kausalmodelle und Bayes-Netze. Insgesamt zeigt sich eine enge Verbindung zwischen den philosophischen und psychologischen Theorien.

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