Michael R Waldmann (1996)

Kognitionspsychologische Theorien von Begabung und Expertise

In: Kognitionspsychologische Theorien von Begabung und Expertise. Hogrefe, Göttingen, chap. Kognitionspsychologische Theorien von Begabung und Expertise, pp. 445-476. Enzyklopädie der Psychologie, Themenbereich D, Praxisgebiete, Serie I, Pädagogische Psychologie, Band 2. (ISBN: 978-3-8017-0538-1).

Es wird ein exemplarischer Überblick zur aktuellen Forschung im Bereich der differentiellen Kognitionspsychologie gegeben. Dabei werden Erkenntnisse aus drei verschiedenen Forschungsparadigmen berücksichtigt: (1) Der Ansatz der kognitiven Komponenten bezieht sich auf interindividuelle Unterschiede in den Denkprozessen, die bei der Bearbeitung von Intelligenzaufgaben eingesetzt werden (beispielhaft Arbeiten zum induktiven und bildhaften Denken). (2) Der Ansatz der kognitiven Korrelate konzentriert sich auf allgemeine Eigenschaften der kognitiven Architektur und sucht nach interindividuellen Unterschieden, die im Hinblick auf die Struktur und Entwicklung von Intelligenzleistungen relevant sind (Kurzzeitgedächtnis, Wissensabruf, Lernen, Metakognitionen, Umgang mit neuartigen Informationen). (3) Die Expertiseforschung befasst sich mit dem Denken von Experten in komplexen Kontexten.

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