Kai J Jonas, Margarete Boos, Sabine Backes, Nadine Büttner, Johannes Ehrenthal, and Anke Prasse (2002)

Göttinger Zivilcourage-Training

Polizei & Wissenschaft, 1:72--82.

Es gibt zahlreiche Hindernisse, die Menschen davon abhalten, bei Bedrohung und Gewalt gegenüber anderen Personen einzugreifen oder Hilfe zu holen. Es wird ein Aktionstraining vorgestellt, das auf sozialpsychologischen Modellen der Hilfeleistung beruht. Entsprechend der in diesen Modellen angenommenen und in empirischen Untersuchungen bestätigten psychologischen Hindernisse auf dem Weg zur Hilfeleistung wurden Übungen konzipiert, um die Barrieren bewusst zu machen und aktiv nach Möglichkeiten zu ihrer Überwindung zu suchen. Die Auseinandersetzung mit der Rolle des passiven Zuschauers von Gewaltakten, dem so genannten bystander, wird im Training sowohl auf kognitiver Ebene als auch auf der Ebene des Verhaltens und der Selbsterfahrung geführt. Ziel ist es, für die Voraussetzungen und konkreten Möglichkeiten von Zivilcourage im Alltag zu sensibilisieren und das eigene Verhaltensrepertoire auf unterschiedlichen Ebenen zu erweitern.

training of bystanders' courage for helping behavior in aggressive conflict situations, concept & objectives & methods, *Assistance (Social Behavior), *Courage, Conflict, Aggressive Behavior, Competence, Responsibility, Behavior Change, Morality, Curriculum & Programs & Teaching Methods, Forensic Psychology & Legal Issues, *Hilfeverhalten, *Mut, Konflikt, Aggressionsverhalten, Kompetenz, Verantwortlichkeit, Verhaltensänderung, Moral, Curricula, Bildungsprogramme und Lehrmethoden, Rechtspsychologie und Kriminologie
0152171

Artikelaktionen