Innovativität von Ideen steigern - Ideen sind Handwerk

 

Dissertationsprojekt von Julia Gumula

 

Seit Jahrzehnten sind die Ergebnisse sozialpsychologischer Forschung zu Ideengeneration konsistent: Brainstorming in Gruppen ist nicht so effektiv, als wenn Menschen sich allein mit einer Ideenfindungsaufgabe auseinandersetzen.

Aber bisher nicht untersucht worden ist, unter welchen Bedingungen die Außergewöhnlichkeit und damit der Neuheitsgrad von Ideen sich positiv beeinflussen lassen.

Auf Basis des Aktivierungsausbreitungsmodells von Colins und Loftus (1975) erforscht Julia Gumula, ob semantische Sprünge während der Ideengenerierungsprozesse den Neuheitsgrad und die Außergewöhnlichkeit der Ideen beeinflussen.

Dazu hat sie ein Training in Ideengenerierung entwickelt, in dem sie die Proband_innen bei der Ideenfindung zu semantischen Sprüngen anleitet.

Handwerker

Kontrollgruppen erhalten ein vergleichbares Training in Ideengenerierung mit dem Unterschied, dass hier die Anleitung zum semantischen Sprung während der Ideenfindung ausbleibt.

Die Gruppen werden randomisiert dem Treatment oder der Kontrollbedingung zugelost. Die Teilnehmer_innen der Workshops sind Handwerker_innen in der Meisterausbildung an verschiedenen Handwerkskammern Deutschlands.

Frau Gumulas Dissertationsprojekt trägt den Arbeitstitel: „Ideenproduktion im Mittelstand: Entwicklung und Evaluation eines Ideentrainings für Meisterschüler_innen im Handwerk“ und ist Teil des Promotionskollegs „Qualifikatorisches Upgrading im KMU: Akademisierung und Fachkräftebedarf im Mittelstand“ der Göttinger Graduiertenschule Gesellschaftswissenschaften.

Julia Gumula mit den Teilnehmern ihrer Studie: Handwerker
in der Meisterausbildung an der Handwerkskammer Magdeburg