KEEPINg

 

In Zusammenarbeit mit einer Intensivstation des Universitätsklinikums Göttingen untersuchen wir im Rahmen des KEEPINg Projektes bestimmte Kommunikationsprozesse zwischen Ärzte/innen und Angehörigen.

 

 

Im Fokus stehen dabei Gespräche zwischen Ärzte/innen und Angehörigen von Patienten, die auf der Intensivstation liegen. Für Angehörige von so schwer erkrankten Patienten/innen ist der/die Intensivmediziner/in zumeist die erste Ansprechperson. Angehörige müssen bzw. wollen nicht nur mit Informationen über den Zustand des/der Patienten /in versorgt werden, sondern werden auch im Verlauf der Behandlung als Betreuer/in oder Vorsorgebevollmächtigte/r bei Therapieentscheidungen herangezogen. Dies ist für die Angehörigen häufig sehr belastend. Neben dem medizinischen Wissen sind daher auch kommunikative und empathische Fertigkeiten des ärztlichen Personals im Rahmen der intensivmedizinischen Betreuung, sowohl für die Patienten/innen als auch für deren Angehörigen wichtig.

 

Das Ziel des Projektes ist es, die Qualität der Kommunikation zwischen intensivmedizinischen Personal und Angehörigen in Informationsgesprächen bei absehbar verlängertem Intensivaufenthalt in Hinsicht auf die Zufriedenheit und den Informationstransfer zu untersuchen. Dabei sollen zunächst Faktoren für das Gelingen oder Misslingen einer - für den/die Patienten/in vorteilhaften - Kommunikation, sowohl auf Seiten der Angehörigen als auch auf Seiten des/der Arztes/Ärztin, identifiziert werden. In einem weiterführenden Schritt sollen Handlungsempfehlungen abgeleitet und ein Training entwickelt werden.