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Über uns

Open Science - Wege zu einer offeneren und transparenteren Wissenschaft

Innovationen und wissenschaftlicher Fortschritt treiben die moderne Wissensgesellschaft an. Aktuell zeigt sich allerdings in vielen wissenschaftlichen Disziplinen, darunter auch in der Psychologie, dass sich zentrale Befunde nicht replizieren lassen. Häufig genannte Gründe für diese Replikationskrise sind falsche Anreize im wissenschaftlichen System wie z.B. ein zu hoher Publikationsdruck sowie die Intransparenz des Erkenntnisgewinnungsprozesses, die unsaubere Arbeit und fragwürdige wissenschaftliche Praktiken begünstigen können. Um diesem Problem zu begegnen, sind Integrität, Reproduzierbarkeit und freie Verfügbarkeit von Forschungsergebnissen essentiell.

Die Göttinger Open Source und Science Initiative der Psychologie, kurz „GOSSIP“, gründete sich am 7. Juni 2016 und setzt sich entsprechend für vertrauenswürdige und replizierbare Ergebnisse sowie die freie Verfügbarkeit wissenschaftlicher Resultate ein. Zu diesem Zweck veranstalten wir regelmäßige Treffen und bieten Informationsveranstaltungen und Workshops rund um das Thema „Open Science“ an.

Unser Ansatz fußt auf vier Säulen:

Open Data: Der freie Zugang zu wissenschaftlichen Daten fördert Transparenz, erleichtert den Datenaustausch, die Zusammenarbeit und die erneute Nutzung wertvoller Ressourcen. Frei verfügbare Daten ermöglichen es zudem, die Reproduzierbarkeit veröffentlichter Ergebnisse zu überprüfen.

Open Source: Beschreibt den freien Zugang zu Computer-Code und Software. Für viele wissenschaftliche Zwecke wird speziell entwickelte Software benötigt; wird diese als Open Source zur Verfügung gestellt, reduziert dies Kosten und fördert die weitere (und gemeinsame) Weiterentwicklung und Verbesserung des Codes und der Software.

Open Methodology: Durch den Zugriff auf Forschungsmethoden und -materialien wird die Reproduzierbarkeit von Resultaten gefördert und Versuchsansätze veranschaulicht. Zudem können Wissenschaftler auf diese Weise von den Erfahrungen ihrer KollegInnen profitieren. Die Offenlegung von a-priori-Hypothesen sowie der (ursprünglich) geplanten Analyseverfahren sind wichtige Elemente zur Sicherung der Datenintegrität und -interpretation.

Open Access: Die wohl wichtigsten Ergebnisse eines Forschungsprojekts sind die daraus resultierenden Fachartikel. Traditionell werden diese in abonnierbaren, d.h. kostenpflichtigen Zeitschriften veröffentlicht. Sie sind also ohne entsprechenden Zugang zu einer Bibliothek nicht einsehbar. Um diese Problematik zu umgehen, bieten echte Open Access-Zeitschriften alle von ihnen veröffentlichen Artikel frei im Internet an. Autoren können zudem ihre Arbeiten auch in öffentlichen Datenbanken ablegen.

 

Mitglied werden
Wer sich der Initiative anschließen möchte, schreibt uns einfach eine kurze oder kommt zu einen unserer Treffen. Nächstes Treffen: voraussichtlich im Januar 2018.

Newsletter
Die GOSSIP-Mitglieder tragen regelmäßig Informationen und Neuigkeiten zum Thema "Open Science" zusammen und informieren über aktuelle Entwicklungen am Institut. Werfen Sie einen Blick in unsere bisherigen Newsletter.

 

Unterstützt von:

Leibniz ScienceCampus