Abschlussarbeiten

Themen für Bachelor- und Masterarbeiten: Bei Interesse senden Sie uns bitte Ihren Lebenslauf, eine Zusammenfassung Ihrer Forschungsinteressen und ein Motivationsschreiben. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören!

Bewerbung für Masterarbeiten

  • Bitte Bewerbung per Mail an sascha.schroeder@psych.uni-goettingen.de
  • 1. Kurzes Motivationsschreiben, warum Sie sich für ein bestimmtes Thema (oder auch Themen) interessieren, welcher Aspekt Sie ggf. besonders interessiert und wie Sie sich das Vorgehen vorstellen.
  • 2. Kurzer CV mit aktuellen Notenspiegel (ist kein formales Auswahlkriterium, dient eher dazu, sich einen Gesamteindruck von Ihrer Person zu machen.)
  • Unseren Leitfaden zur Anfertigung von Abschlussarbeiten finden Sie hier.

Aktuell bieten wir zu den folgenden Themen Masterarbeiten an:

Entwicklung von Längen- und Frequenzeffekten in den Blickbewegungen von Kindern

  • Länge und unbekannte Wörter werden länger gelesen als kurze und bekannte. Es ist bekannt, dass Längen- und Frequenzeffekte auch bei Kindern auftreten und meist sogar stärker ausfallen. Allerdings ist noch nicht bekannt, wie sich die Verarbeitung von Längen- und Frequenzinformationen im Laufe der Leseentwicklung verändert und welche Faktoren die Entwicklung vorhersagen. In dem Projekt kann auf Daten aus einer Längsschnitt-Studie zurückgegriffen werden, in der die Blickbewegungen von Kindern in der 2.-4. Klasse untersucht wurden. Die Kinder haben Sätze gelesen, in denen die Länge und Frequenz von Target-Wörtern systematisch manipuliert wurde.
  • Hintergrundliteratur: Tiffin-Richards & Schroeder (2015). Word length and frequency effects on children's eye movements during silent reading. Vision Research, 113, 33-43. Tiffin-Richards & Schroeder (2018). The development of wrap-up processes in text-reading. Journal of Experimental Psychology: Learning, Memory, & Cognition, 44, 1051-1063.

Verarbeitung von Vorhersagbarkeits-Informationen bei Kindern.

  • Erwachsene Leser*innen lesen Wörter schnell, die sich aus dem Kontext vorhersagen lassen (Die Piraten gingen zurück zu ihrem Schiff/Auto). In dem Projekt kann auf Daten aus einer Längsschnitt-Studie zurückgegriffen werden, in der die Blickbewegungen von Kindern in der 2.-4. Klasse untersucht wurden. Die Vorhersagbarkeit der einzelnen Wörter wurde in einer separaten Untersuchung erhoben.
  • Hintergrundliteratur: Tiffin-Richards & Schroeder (in press). Context facilitation in text reading. Journal of Experimental Psychology: Learning, Memory, & Cognition. Tiffin-Richards & Schroeder (2018). The development of wrap-up processes in text-reading. Journal of Experimental Psychology: Learning, Memory, & Cognition, 44, 1051-1063.

Einfluss affektiver Merkmale auf die visuelle Worterkennung von Kindern.

  • Inzwischen liegen eine Reihe von Untersuchung dazu vor, wie affektive Merkmale (Valenz, Arousal) von Wörtern die Erkennen von Wörtern beeinflussen. Für Kinder gibt es solche Arbeiten bislang nicht und es ist unklar, wie sich der Einfluss affektiver Merkmale im Laufe der Leseentwicklung verändert. In diesem Projekt soll auf die Daten aus dem Developmental Lexicon Project (DeveL) zurückgegriffen werden und die Entwicklung der Effekte von Valenz- und Arousal-Information von der 1. bis zur 6. Klasse analysiert werden.
  • Hintergrundliteratur: Schröter & Schroeder (2018). The Developmental Lexicon Project. Behavior Research Methods, 49, 2183-2203. Sylvester et al. (2016).The Berlin Affective Word List for Children (kidBAWL). Frontiers in Psychology.

Kenntnis von Kinder- und JugendHintergrundliteratur bei angehenden Englisch-Lehrkräften (zusammen mit Carola Surkamp)

  • Es ist davon auszugehen, dass sich angehende Englisch-Lehrkräfte (in Deutschland) erheblich darin unterscheiden, ob bzw. wie wie viel Kenntnis sie über englische Kinder- und JugendHintergrundliteratur haben. Bislang ist jedoch unbekannt, wie man diese Kenntnis am besten erfassen kann und wie sie sich auf andere unterrichtsrelevante Aspekte auswirken. In diesem Masterprojekt soll eine bestehendes Instrument zur Erfassung der Lektürekenntnis von englischen Kindern und Jugendlichen verwendet und die Ausprägungen von Lehramtsstudierenden in den Fächern Englisch und einem Kontrollfach (z.B. Mathematik) miteinander verglichen werden. Gleichzeitig soll auch der Zusammenhang mit verschiedenen Einstellungen zum Lehren (Einsatz von Hintergrundliteratur im Unterricht, Einsatz offener Lehrsettings etc.) untersucht werden.
  • Hintergrundliteratur: Kozak & Martin-Chang (2018). Preservice teacher knowledge, print exposure, and planning for instruction. Reading Research Quarterly, 54, 323-338. Martin-Chang et al. (2020). Time to read young adult fiction. Reading and Writing, 33, 741-760.

Erfahrungen von deutschen Schülern*innen mit englischer Sprache außerhalb des Unterrichtes (zusammen mit Carola Surkamp)

  • Viele Schüler*innen kommen außerhalb des Unterrichtes mit englischer Sprache in Berührung (Youtube, Gaming, Urlaub). Bislang wissen wir jedoch fast nichts zu der Häufigkeit der verschiedenen Kontaktformen und den linguistischen Eigenschaften der damit verbundenen sprachlichen Kontexte. In diesem Masterprojekt soll ein Fragebogeninstrument entwickelt werden, mit dem sich der Englisch-Sprachkontakt von Schüler*innen in der Sekundarstufe erfassen lässt. Dieser soll mit einem Tagebuchverfahren validiert und der Zusammenhang mit verschiedenen sprachlichen Kompetenzen untersucht werden. In einem flankierenden, eher linguistisch orientierten Projekt, sollen verschiedene Sprachstichproben, die für die Kontaktkontexte charakteristisch sind (Filmuntertitel, Websites etc.) hinsichtlich ihrer lexikalischen und formalen Komplexität verglichen werden.
  • Hintergrundliteratur: Pfost et al. (2013). Students' extra-curricular reading behavior and the development of vocabulary and reading comprehension. Learning and Interindividual Differences, 26, 89-102. Hayes & Ahrens (1988). Vocabulary simplification for children. Journal of Child Language, 15, 395-410.