Forschung
Übergeordnete Forschungsthemen der Abteilung
Kognitive Verzerrungen und Cognitive Bias Modification (CBM)
Ein Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung kognitiver Verzerrungen bei psychischen Störungen. In unserer Forschung untersuchen wir, inwieweit sich psychopathologische Symptome auf die Verarbeitung appetitiver Stimuli und aversiver Stimuli auswirken. Es ist unser Ziel, die Zusammenhänge zwischen verschiedenen kognitiven Verzerrungen genauer zu verstehen, deren Relevanz für den Therapieerfolg zu untersuchen und die Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung für die Entwicklung neuer und die Verbesserung bestehender Interventionen nutzbar machen. Ausgehend von der zentralen Rolle kognitiver Verzerrungen für die Entstehung und Aufrechterhaltung psychischer Störungen untersuchen wir systematisch, ob kognitive Trainings und Cognitive Bias Modification (CBM), die spezifisch auf eine Verbesserung kognitiver Funktionen oder die Modifikation kognitiver Verzerrungen abzielen, als Stand-Alone Trainings effektiv sind und ob durch die Kombination der Standardbehandlung und CBM die Effektivität psychotherapeutischer Interventionen verbessert werden kann.
Imaginationsbasierte Interventionen
Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Bereich imaginationsbasierter Interventionen. Um die Wirksamkeit bestehender Interventionen zu verbessern besteht ein Ansatzpunkt darin, neben der verbalen Verarbeitung weitere Wahrnehmungsinhalte, beispielsweise mentale Bilder, bei der Behandlung stärker zu berücksichtigen. Studien haben gezeigt, dass mentale Bilder mit störungsspezifischem Inhalt bei fast allen psychischen Störungen auftreten und sich in hohem Maße auf die Symptomatik und den emotionalen Zustand auswirken. Das Ziel in diesem Forschungsbereich ist, durch ein verbessertes Verständnis der Wirkmechanismen imaginationsbasierte Interventionen zu verbessern und deren gezielteren Einsatz zu ermöglichen.