Spezialisierte Kurzzeitbehandlung von Trichotillomanie, Ängsten und Schlafstörungen

Wir bieten für ausgewählte Störungsbereiche spezifische Einzelbehandlungsangebote an. Diese Angebote bestehen aus einer verhaltenstherapeutischen Kurzzeittherapie mit 10-15 Psychotherapiesitzungen. Im Zentrum steht dabei die Behandlung einer einzelnen Problematik. Die ausgewählten Problembereiche, für die Sie sich anmelden können, finden Sie unten aufgelistet. Diese Angebote haben den Vorteil, dass sich Ihre_ Behandler_in speziell auf Ihr Problem einstellen kann und dass die Wartezeit auf eines der Angebote in der Regel kürzer ausfällt.

Um an einem dieser spezialisierten Therapieangebote teilzunehmen, melden Sie sich bitte über unsere Anmeldung an und schildern Sie kurz, an welchem der Angebote Sie teilnehmen möchten. Sie erhalten mit der telefonischen Anmeldung einen Termin zu einem Erstgespräch, in dem Sie weitere Informationen erhalten.

Für folgende Störungsbilder bieten wir spezialisierte Kurzzeittherapien an:

Lesen Sie im Folgenden genaueres zu den einzelnen Störungsbildern:

Trichotillomanie

Die Trichotillomanie beschreibt das Phänomen des zwanghaften Haareausreißens. In Deutschland sind, nach Schätzungen, etwa 2,5% der Bevölkerung einmal in ihrem Leben von diesem Phänomen betroffen. Probleme, die das Haare ausreißen mit sich bringt, können dabei mehr oder weniger offensichtlich sein und von großflächigen kahlen Stellen am Kopf bis zu starker Scham oder einem hohen inneren Leiden der Betroffenen führen. Das hier unterbreitete verhaltenstherapeutische Angebot richtet sich an Betroffene der Trichotillomanie. In 10-15 Psychotherapiesitzungen werden die Entstehungsgeschichte und aktuelle Probleme beleuchtet. Außerdem werden Ziele entwickelt und Strategien erprobt, den Leidensdruck zu mindern und weiterem Haareausreißen vorzubeugen.

 

Ein- und Durchschlafstörungen

Ein- und Durchschlafstörungen können sehr belasten, wenn sie über längere Zeiträume anhalten. Die Betroffenen fühlen sich nach dem Schlaf nicht erholt und klagen über eine erhöhte Tagesmüdigkeit, weshalb sie sich auch in ihrer Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit eingeschränkt sehen. Oft halten Teufelskreise aus Anspannungsreaktionen, einer ängstlichen Wahrnehmung des Schlafs und ungünstigen Schlafgewohnheiten die Schlafstörung aufrecht. Schlafstörungen können mit einer kognitiven Verhaltenstherapie wirksam behandelt werden. Zur Unterbrechung der schlafstörenden Teufelskreise und einer Neuausrichtung der Schlafrhythmen helfen wir Ihnen verschiedene, wissenschaftlich gut untersuchte Verhaltensstrategien und Techniken zu erlernen.

Albträume sind nichts Außergewöhnliches. Auch bei normalen Träumern gibt es eine Tendenz zum unangenehmen Traum. Anhaltende und verstörende Albtraumerfahrungen können jedoch zu erheblichem Leid führen. Meist wachen die Betroffenen durch den erschreckenden Traum mit Herzrasen und panischer Angst auf und haben Schwierigkeiten wieder einzuschlafen. Häufig wirkt der Albtraum noch am nächsten Tag nach. Dann kann es zu Benommenheit kommen, die negativen Gefühle des Traumes, v.a. die Angst und der Schrecken hallen noch länger nach.

Durch die kognitive Verhaltenstherapie lassen sich auch Albträume wirksam behandeln. Durch die Rekonstruktion des Albtraums erhält der Betroffene die Möglichkeit, sich mit dem Traumgeschehen auseinander zu setzen und den Albtraum zu betrachten. Anschließende Techniken haben dann das Ziel, auch während des Schlafes mehr Kontrolle über den beängstigenden  Traum zu erhalten und die Häufigkeit seines Auftretens und seinen Schrecken zu reduzieren.

 

Spezifische Phobien und Prüfungsangst

Bei den Betroffenen dieser Art von Angsterkrankungen besteht eine äußerst intensive Furcht (Phobie) vor einer ganz bestimmten Situation oder einem ganz bestimmten Objekt. Dies kann die Furcht vor einem Tier, wie etwa einer Spinne, die Furcht vor einer medizinischen Prozedur oder dem Anblick von Blut sein. Aber auch enge Räume, Prüfungssituationen sowie bestimmte Umweltphänomene, bspw. Gewitter, Höhe oder Dunkelheit, können bei den Erkrankten übermäßig starke Alarmreaktionen auslösen. Obwohl diese Situationen im Allgemeinen ungefährlich sind, führt die starke Angst zu einem starken Wunsch der Situation aus dem Weg zu gehen. Wenn Vermeidung oder Angst zu Einschränkungen in der Freizeit oder negativen Auswirkungen in schulisch-beruflichen Bereichen oder sozialen Beziehungen führen, kann bei den Betroffenen beträchtliches Leid entstehen. Ohne Therapie bessern sich die sogenannten Spezifischen Phobien nur selten.

Insbesondere die morderne kognitive Verhaltenstherapie gilt als äußerst effektiv bei der Behandlung dieser Angsterkrankungen. In der Therapie analysieren wir mit Ihnen zunächst, wie die Angst entsteht und welche genauen Bedingungen zu ihrer Aufrechterhaltung beitragen. Um eine Spezifische Phobie erfolgreich und langsfristig zu bewältigen, helfen am sichersten korrigierende Erfahrungen mit der realen Angstsituation. Dies wird durch die Therapietechnik der Reizkonfrontation, auch Exposition genanannt, angeboten. Hier wird durch die therpeutisch angeleitete Auseinandersetzung mit der Angst schrittweise ein realistischer Umgang mit der Angstsituation erlernt und Betroffene erhalten die Sicherheit zurück, zukünftig diese Situation alleine bewältigen zu können.