Gruppenprozesse, Gruppenurteile und Gruppenentscheidungen

Forschungsbereich: G-I Transfer und Koordinationsgewinne (DFG-Projekt)

Folgenreiche Urteile und Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft werden oft von Gruppen anstelle von Einzelpersonen getroffen. Entsprechend ist es von zentralem Interesse, herauszufinden, wann Gruppen tatsächlich die besseren Entscheidungsträger sind, und welche gruppenspezifischen Prozesse auf die Qualität von Urteilen und Entscheidungen in Gruppen wirken. Unser Forschungsprojekt zielt darauf ab, sowohl leistungsförderliche und leistungshinderliche Gruppenprozesse zu identifizieren und genauer zu untersuchen. Dabei unterscheiden wir Prozesse danach, ob sie sich auf die Motivation der Gruppenmitglieder, deren Fähigkeit zu Bewältigung der Aufgabe, oder die Koordination innerhalb der Gruppe auswirken. Auf der Basis unserer Untersuchungen erhoffen wir uns wichtige Erkenntnisse über die Zusammenarbeit in Gruppen, auf deren Grundlage wir langfristig Maßnahmen zur Verbesserung der Urteils- und Entscheidungsqualität in Gruppen entwickeln können.

Forschungsbereich: Ratschlagsnutzung in Gruppen (DFG-Projekt)

Gruppen, die mit wichtigen Entscheidungen betraut sind, holen häufig Ratschläge von externen Beratern und Beraterinnen ein. Tatsächlich können solche Ratschläge die Urteils- und Entscheidungsqualität erheblich verbessern. Derzeit wird allerdings debattiert, inwiefern überhaupt Gruppen in der Lage sind, Ratschläge effektiv zu nutzen und ob bestimmte gruppenspezifische Prozesse einen Einfluss darauf haben, wie stark Gruppen externe Ratschläge befolgen.  Diesen Fragen gehen wir im Rahmen unseres Forschungsprojektes nach, indem wir untersuchen, ob und wie sich Gruppen verschiedener Größe und Einzelpersonen hinsichtlich der Nutzung externer Ratschläge unterscheiden.